Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 10d des Gymnasiums „J. G. Herder“ in Merseburg
(Workshop vom 6. bis 7. Mai 2026)
Wir schreiben das Jahr 2050…
Liebes Tagebuch,
als ich heute aus meiner mierablen Wohnung mit den hohen Mietkosten gegangen bin, stellte ich mal wieder fest, wie kaputt die Häuser alle sind. Nach meiner 15-Stunden-Schicht kam ich wieder total erschöpft in meiner 1-Zimmer-Wohnung an und musste erstmal meine Wunden versorgen. Ins Krankenhaus kann ich nicht, es ist zu weit weg und zu teuer.
Als ich nach Hause kam, ist mir aufgefallen, dass neue Wahlplakate an den Hausmauern hingen. Ich glaube, es wäre gut, wieder für die GSP zu wählen. Die Mauer haben wir ihnen zu verdanken, und durch sie habe ich überhaupt einen Job und verdiene Geld. Ich hoffe, ich steige irgendwann auf und verdiene etwas mehr.
Auf meinem weiteren Weg kam ich an einer Brücke vorbei, wo ich an einem mir bekannten Arbeiter vorbeikam, der gerade weinte. Ich dachte mir nur, dass er einen sehr unproduktiven Arbeitstag hatte und wahrscheinlich auch sein Gehalt gekürzt wurde.
Manchmal frage ich mich, wie es hinter der Mauer ausschaut und wie die Menschen dort leben. Aber ich denke, es wäre besser, es einfach nicht herauszufinden, da es wahrscheinlich doch hier besser ist.
Liebe Grüße, deine Heidi
Wir sind dankbar, denn:
Die Mauer schützt uns vor den „Anderen“!
Redaktion: nrw