„Das Auge“ sorgt für Sicherheit

Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 10c des Gymnasiums „J. G. Herder“ in Merseburg
(Workshop vom 18. bis 19. März 2026)



Es ist 2050, aber von der vermeintlichen Zukunft ist nichts zu sehen.

Überall in Eintsyd sind Menschen, aber nirgends ist Leben. Ihnen steht das Unwohlsein ins Gesicht geschrieben, aber niemand kann etwas wagen zu tun, denn das Auge sieht alles.

Erst kürzlich wurde von der Polizei ein Jugendlicher entführt, da er an den Bundeskanzler die Handlungsaufforderung stellte, dass dieser doch bitte Selbstmord begehen solle.

Heute Morgen wollten wir eigentlich eine Debatte im Rathaus von Eintsyd durchführen, über die Legitimität dieser Aussage und wie weit Meinungsfreiheit geht. Als wir versuchten, diese anzumelden, bekamen wir Post von der „Polizei zur Überwachung Staatswidriger Handlungen“. Ein merkwürdige Art und Weise, auszudrücken, dass man sich lieber nicht mit dem Staat anlegen sollte. Seitdem gibt es um uns herum außerordentlich viel Drohnenaktivität.

Diese Drohnen sind das Magnum Opus des „Überwachungs-„, oder wie er sich selbst nennt, „Sicherheitsstaats“. Sie werden von einer KI gesteuert, die mehr über dich weiß als du und deine Mutter zusammen.

Manchmal fragt man sich, ob hinter der genannten KI noch Menschen stecken. Vor 5 Jahren nutzte das Militär die sozialen Unruhen der Öl-Krise aus, um die Macht zu übernehmen. Heute ist die Gesellschaft gespalten: Die einen fühlen sich sicher durch die Überwachung, die anderen fühlen sich unterdrückt durch die Einflussnahme in ihr Leben.

Die Regierung hat keinen Namen, sie hat keine Agenda, keinen Bezug zur Realität. Wenn man durch die Straßen von Eintsyd geht, sieht man nur Drohnen, Überwachung und Unwohlsein.


„Das Auge“ sieht alles …
… und macht Kritik unmöglich!


Redaktion: nrw