Schule der Zukunft

Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 11a des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Gräfenhainichen
(Workshop vom 11. bis 12. September 2025)



Tagebucheintrag – 14. März 2050

Heute war wieder ein Home-Day, das heißt, der Unterricht fand komplett online über den virtuellen Campus statt, sodass ich gar nicht ins Schulgebäude musste. Fast alle Fächer laufen inzwischen auf Englisch, und manchmal denke ich schon automatisch in einer Mischung aus Deutsch und Englisch.

In Mathe hatten wir wieder nur den KI-Lehrer, der die Aufgaben erklärt, bis man sie versteht, was zwar praktisch ist, aber die richtigen Lehrer machen den Unterricht irgendwie schöner. Besonders spannend war heute Geschichte, denn mit der VR Brille standen wir mitten in Berlin im Jahr 1989 und konnten den Mauerfall miterleben.

An den drei Schultagen vor Ort tragen wir elektronische Armbänder, die uns mit dem Schulsystem verbinden, während Roboter Bücher transportieren, putzen oder uns an Abgabetermine erinnern. Durch die Armbänder kann kontrolliert werden, dass wir dort sind, wo wir sein sollen und nichts Verbotenes gemacht wird.

Diese Tage mag ich, weil ich dann wenigstens meine Mitschüler und Freunde sehe, während im Online-Unterricht fast alle die Kamera aus haben und man manchmal gar nicht sicher weiß, ob man mit einem Menschen oder einer Kl spricht.

In meiner Freizeit treffe ich mich draußen kaum noch mit Freunden, wenn überhaupt chatten wir oder spielen gemeinsam Spiele über unsere VR Brillen.

Manchmal vermisse ich es sie zu umarmen, wie wir es als kleine Kinder noch oft getan haben, aber das ist jetzt irgendwie alles anders. Wenn ich einsam bin oder mich langweile, kann ich schließlich immer mit meinen Kl Freunden reden. Aber ist das wirklich gut?


Holo-Unterricht in mehreren Sprachen


Redaktion: nrw